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Mentoring
Das
Konzept zur Frauenförderung
Was
ist Mentoring?
Mentoring
ist ein erprobtes und äußerst wirkungsvolles Instrument
der gezielten Förderung angehender Führungskräfte
und EntscheidungsträgerInnen. Es passt sich individuellen Bedürfnissen
der Lernenden (=Mentee) an und stellt für einen gewissen Zeitraum
erfahrene ExpertInnen (=MentorInnen) zur persönlichen Unterstützung
zur Seite.
Der
Begriff "Mentoring" hat seinen Ursprung in der antiken,
griechischen Mythologie. Mentor war ein enger Freund von Odysseus.
Dieser bat Mentor, sich während seiner Abwesenheit um seinen
Sohn Telemach zu kümmern, ihm ein Vorbild zu sein und ihn auf
seine künftige Rolle als König von Ithaka vorzubereiten.
Seit dieser Zeit wird mit dem Begriff "Mentor" ein Lehrer
bezeichnet, der seinem Schüler Kenntnisse für's Leben
vermittelt. Aber Mentoring ist kein Konzept für Männer
alleine, denn bereits in der Geschichte wird vermittelt, dass hinter
Mentor eigentlich Athene, die Göttin der Weisheit steckte -
und seitdem gab es viele Frauen, die als Mentorinnen und viele Frauen,
die als Mentees das Konzept des Mentorings nutzten
Heute
besteht die wichtigste Funktion von MentorInnen darin, die Mentee
bewusst an den eigenen Erfahrugen teilhaben zu lassen und die Weiterentwicklung
der beruflichen Laufbahn ("Karriere") individuell zu fördern:
- Strategische
Ratschläge für den Karriereweg geben
- Neue
Kontakte und Zutritt zu Netzwerken ermöglichen
- Neue
berufliche Chancen und Aufgaben zu unterstützen
Mentoring
für Frauen
Im
heutigen Informationszeitalter zählt diese Art der individuellen
Weiterbildung zu den machtvollsten Instrumenten der Frauenförderung.
Aber auch das Wissensmanagement allgemein profitiert davon enorm.
Berufliche
Entfaltung ist eine wesentliche Voraussetzung zur Führung eines
selbstbestimmten Lebens. Das berufliche Vorankommen von Frauen hängt
jedoch nicht nur von Ausbildung und Qualifizierung ab, sondern auch
von Kontaktnetzen, wie sie Männer mit großer Selbstverständlichkeit
seit jeher im Rahmen von "Seilschaften" oder Männerbünden
(Old Boys Networks) einsetzen. Trotz Regelungen zu Gleichberechtigung,
Gleichbehandlung und Chancengleichheit erfahren Frauen bei ihrem
Eintritt ins Berufsleben und ihrem Fortkommen in der Berufswelt
spezifische Schwierigkeiten, die unter dem Schlagwort der gläsernen
Decke ("glass ceiling") berühmt wurden.
GLÄSERNE
DECKE = die aus komplexen Strukturen in männerdominierten Organisationen
resultierenden, unsichtbaren Schranken, die Frauen am Aufstieg in
Führungspositionen hindern. (vgl.: 100 Begriffe aus der Gleichstellungspolitik,
Europäische Kommission 1998)
Positive
Leitbilder und direkte Unterstützung stellen daher wichtige Instrumente
in der Bewältigung jener Schwierigkeiten dar, denen Frauen in der
Lebens- und Berufsplanung nach wie vor gegenüberstehen. Vor allem
in Entscheidungs- und Übergangssituationen wie Berufswahl, Arbeitsbeginn,
Wiedereinstieg und der strategischen Planung der beruflichen Karriere
wird Mentoring als Unterstützungs- und Förderungskonzept für Frauen
erfolgreich genutzt und in Form von Programmen gestaltet. Darüber
hinaus wird diese Methode von Frauen sehr geschätzt, da sie in hohem
Maße zeiteffizient, kommunikativ, persönlich und kostengünstig ist.
Männer
als Mentoren?
Mentoring
ist ein Förderungskonzept für alle Lernwilligen, besonders
beliebt bei Frauen. Frauenförderung ist aber nicht nur Frauensache.
Mentoring greift auf Männer UND auf Frauen als MentorInnen
zurück, da in vielen Unternehmen und Organisationen noch nicht
genügend Frauen in Entscheidungs- und Führungspositionen
vertreten sind um aktiv als Föderinnen und Leitfiguren zu fungieren.
Darüber
hinaus trägt die offene Haltung von Männern als Mentoren
in der Förderung des beruflichen Vorankommens von Frauen auch
wesentlich zum Abbau rollenbedingter Vorurteile bei und stärkt
in der Folge die Legitimität und Akzeptanz weiblicher Führungskräfte.

Programmablauf
Mentoring-Elemente
Ein eigenes Programm!?
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